NEU: im golf von mexiko

29. Juli 2010

Diese Seite ist weder rechts noch links und politisch nicht korrekt. Sie erhebt auch keinerlei Anspruch auf Neutralität. Hier lesen Sie jedoch Dinge, die Sie in Ihrer Tageszeitung nicht finden werden. Ausserdem erhebt diese Seite keinerlei Anspruch auf Gerechtigkeit und gibt lediglich die Meinung der Verfasser der einzelnen Texte wieder.

Neu auf der Seite ist neben dem Inhaltsverzeichnis die Einteilung in Kategorien. So kann man gezielter herumstöbern. Wem der Inhalt dieser Seite gefällt, der wird eventuell auch unter Blogroll fündig.

Weil im September sehr viel anderweitiges zu tun ist, wird in dieser Zeit kein Artikel erscheinen.

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im golf von mexiko

16. August 2010

ein bad im golf von mexiko

o baba, o mama, o bama er badet mit kind

er lächelt und planscht und erklärt dann der welt

wie sicher und sauber das wasser, die strände jetzt sind

er lügt zwar und weiss es, doch kratzts nicht, denn er ist der held


er ist der messias der heilsbringer aller idioten

er ist die figur die man zeigt an der schnur

doch wer an der schnur zieht, welch elende pfoten

bleibt verborgen im dunkel der weltschafesschur


das wasser scheint blau, die täuschung perfekt

kommt her ihr touristen, der strand ist geleckt

das öl ist gesunken, das gift ist versteckt

wer stört sich denn da, wenn die meerwelt verreckt


16.8.2010 – R. T.

Die Steigerung von tot

14. August 2010

Er gilt als eines der sichersten Autos der Welt - der VW Phaeton

Damit das von Anfang an klar ist: Ich bin kein Haider-Fan, war kein Haider-Fan und werde wohl auch nie einer werden.

Aber was derzeit, brandaktuell in den “Qualitäts-Medien” abläuft, das kann man nur als eine eindeutig gesteuerte, diffamierende, absolute Riesenschweinerei bezeichnen.

Die Journalisten der Mainstream-Medien beweisen wieder einmal, dass sie nur noch gekaufte Lohnschreiber sind. Lohnschreiber, die jeden Mist, den man ihnen zu schreiben oder zu senden vorgibt, demütig produzieren.

Zur Erinnerung: Jörg Haider, der in seinem Heimatland weit über die provinziellen Kärntner Grenzen hinweg immer populärer wurde, erlitt einen sehr schweren Autounfall. Wenn es denn ein Unfall war. Denn so richtig sauber geklärt wurde die Sache ja eher nicht.

Aber wie auch immer: Es heisst, man soll einem Toten keinen Dreck mehr nachwerfen. Im Falle Haider sieht das jedoch ganz anders aus. Posthum wurde er in diverse anrüchige Ecken gestellt.

Es wurde, natürlich über die “Qualitäts-Medien”, der unsägliche Versuch unternommen, aus dem populären, lebensfrohen Menschen Haider einen kranken Alkoholiker zu basteln.

Dann wurde, auf demselben medialen Weg, Haider posthum zu einem versteckten „Scenegänger“ ernannt, der sich in Schwulenbars herumtreibt. Und hätten die Verleumder gekonnt, dann hätten sie aus Haider auch noch einen pädophilen Prügler gemacht.

Aber das alles nützte nichts. Der tote Haider wurde von seinen Freunden, trotz aller Verleumdungen, weiterhin verehrt. Seine Anhänger hielten, auch nach seinem Tode, in Treue fest zu ihrem Helden. Es entstand sozusagen eine, für gewisse Kreise fast gefährliche, Haider-Euphorie.

Und genau das wird wohl der Grund sein, dass jetzt mit publizistischer Munition geschossen wird, die nur noch mit Dum-Dum-Geschossen vergleichbar ist. Bei diesen Geschossen handelt es sich um die geächtete und verbotene Munition die praktisch immer tödlich wirkt. Auch dann, wenn kein lebenswichtiges Organ getroffen wird.

Der Mann soll offenbar posthum so fertig gemacht werden, dass sich kein Mensch mehr getraut, das Wort Haider in den Mund zu nehmen, ohne Angst haben zu müssen, selbst zur Zielscheibe der Verfolger zu werden.

Da wird behauptet, Haider hätte 45 Millionen am Fiskus vorbei in Lichtenstein gebunkert. Das wird von Liechtenstein dann zwar umgehend dementiert, aber gemeldet ist gemeldet.

Dann taucht plötzlich die Meldung auf, Haider hätte sich vom ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein mit 5 Millionen Dollar schmieren lassen. Auch hier kommt bald ein Dementi. Danach wird nachgedoppelt, die 5 Millionen schrumpfen jedoch plötzlich zu einer Million. Die sei ihm gespendet worden, damit er die Sache Husseins in Europa vertritt.

Dumm nur: Sowohl Haider als auch Hussein leben nicht mehr. Haider verstarb bei diesem schweren „Selbstunfall“ und Saddam Hussein wurde bekanntermassen aufgehängt.

Der Wahrheitsgehalt von Aussagen, dass Haider geschmiert worden sei, egal von wem geäussert, ist also nicht mehr zu verifizieren. Und selbst wenn es sich, was durchaus möglich ist,  um ganz platte, dreiste Lügen handeln würde: Publiziert ist publiziert.

Das Sprichwort heisst: “Wo Rauch ist, ist auch Feuer”, es bleibt immer etwas hängen. Noch lange nicht alle, ganz im Gegenteil, nur wenige hinterfragen fadenscheinige Sprichwörter oder verlogene Medien. Fakt ist: Wer will sich schon mit einem schwulen, steuerhinterziehenden und korrupten Alkoholiker identifizieren?

Die Sache hat System. Und das ist das Schlimme daran. Und das stinkt zum Himmel. Genau so wie die gesamte Gleichschaltung der so genannten Qualitätsmedien durch das weltweite Medienmonopol.

Ein pädophiler Bandit

29. Juli 2010

Der Mann lebt gut. Er sitzt im Europaparlament und erhält im Monat über 7500€ brutto. Dazu kommen noch über 4000€ steuerfreie Kostenvergütung sowie so um die 4000€ Tagegelder. Tagegeld erhält er für jeden, in Straßburg verbrachten Tag.

Falls er Personal beschäftigt, und das wird wohl schon so sein, kommt noch eine Sekretariatszulage von maximal 17′000€  hinzu. Im Monat.

Ja, der Mann lebt wirklich gut. Und lässt sich’s auch gut gehen. Das kann man, wenn man über ein Einkommen von über 15′000€ im Monat verfügt.

Richtig gearbeitet hat er wohl noch keinen Tag in seinem Leben. Das ist natürlich Ansichtssache. Wenn man allerdings Berufspolitikertum und Pädophilie sowie das Schreiben darüber als Schwerarbeit ansieht, dann sieht die Sache natürlich anders aus. Aber fangen wir doch mal ganz von vorne an.

Als Kind jüdischer Eltern standen ihm natürlich gewisse Gelder zu. Mit der Wiedergutmachungshilfe des Landes Hessen finanzierte er sein Soziologie-Studium in Nanterre, Frankreich.

Allerdings war er dem französischen Staat für die Studienmöglichkeit definitiv nicht dankbar. Bei den Studentenunruhen 1968 war er einer der Haupträdelsführer der Mairevolution. Er selbst bezeichnete sich als anarchistischen Marxist und schlug vor, die französische Trikolore durch eine Rote Fahne zu ersetzen. Das brachte ihm den Spitznahmen “Dany le Rouge” ein.

Seine anarchistischen Aktivitäten im französischen Gastland wurden dann vom französischen Staat entsprechend gewürdigt. Deshalb wurde  er folgerichtig im Oktober 1968 nach Deutschland ausgewiesen. Gemeinsam mit seinem Freund und zeitweiligen WG-Gefährten Joschka Fischer war er einer der aktivsten Steinewerfer bei den Studentenunruhen von 1968. Und war auch noch stolz darauf.

In seinem Buch “Der große Basar” outete er sich dann als Pädophiler der allerübelsten Sorte. Doch es reichte ihm nicht, nur in seinem Buch pädophile Neigungen zu beschreiben.

In einer französischen Fernseh-Talkshow des Senders Antenne 2 der heute France 2 heißt, gab er in aller Öffentlichkeit ebenfalls  pädophile Sprüche von sich. So in die Richtung, wie phantastisch und erotisch es doch sei, mit fünfjährigen Mädchen zu schmusen. Von diesem Auftritt existieren Videos, die im Internet kursieren.

Zwar wird er seitdem nicht müde zu behaupten, dass alles nicht ganz so gewesen sei, aber wenn man Teile aus seinem Buch liest, dann sieht die Sache doch ganz anders aus. Dann bleibt einem glatt die Luft weg. Nachfolgend einige Ausschnitte aus dem Kapitel “Little Big Man” im unveränderten Wortlaut:

“Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet…”

“Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‘Warum spielt ihr nicht untereinander, warum, habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?’ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt…”

Also, sorry, aber pädophiler geht’s nicht.

Im Lichte der derzeitigen Kirchenhatz durch die “Qualitätspresse” und der Eröffnung von Strafverfahren gegen kirchliche Würdenträger sowie ehemalige Lehrkräfte, auch der Odenwaldschule wo er 1965 Abitur machte, frage ich mich allerdings so langsam, ob man eigentlich triefrot im grünen Lager sitzend und jüdischer Herkunft sein muss, um sich solche Dinge ungestraft leisten zu können.

Ich frage mich, wo bleibt die Staatsanwaltschaft um zu untersuchen. Ich frage mich, wo bleiben die Journalisten um aufzudecken. Ich frage mich, warum Politiker in seinem Fall so brutal mit zweierlei Maß messen. Und ich frage mich, warum so ein Mensch im Europaparlament sitzen darf.

Und Sie fragen sich jetzt vielleicht, wenn Sie es nicht sowieso schon wissen, wer ist der Kerl. Die Antwort ist ganz einfach: Gemäss Wikipedia ist der Mann als Marc Daniel Cohn-Bendit geboren, wurde mehrfach ausgezeichnet und politisiert für die Grünen.

Passender wäre eigentlich der Name „Würg Daniel Pähhh-Bandit“.

Andere Leut

02. Juli 2010

Kino für Kühe

Also, die Sache ist die, mein Weib scheint voll im Stress zu sein. Jahrzehntelang war sie so, wie ich es mag. Nicht nur schön sondern auch klug. Nicht so oft streitlustig sondern meistens lieb. Nicht sehr unlogisch sondern äußerst vernünftig. Und gut kochen kann sie auch noch. Und jetzt das! Sie handelt nämlich nicht mehr vernünftig sondern vollkommen irrational. Und das nur, weil sie einen Garten übernommen hat.

Nein, keinen gehegten und gepflegten Garten wo alles von selber wächst. Das ginge ja noch. Da hat sich doch „die beste aller Ehefrauen“ (ja ich weiß, von Kishon geklaut) einen richtig versauten, verwilderten, unkrautüberwucherten Garten, der weit über ein Jahr keine Pflege mehr erhalten hat, anhängen lassen.

Und nein, dieses elende Stück Erde ist nicht in der Nachbarschaft, vielleicht so fünf Gehminuten entfernt. Nein, dieser dreckige Acker ist lockere dreißig Fahrminuten entfernt. Und immer schön quer durch die Stadt. Und immer alle erdverschmierten Gartenwerkzeuge ins Auto geschmissen. Herrgott sah die Karre aus. Aber was klage ich da, sie putzt den dreckigen Blechhaufen ja selber.

Zuerst kam das Roden. Tagelang fuhr sie raus zum Garten. Um stundenlang zu roden. Stundenlang in der prallen Sonne. Glücklicherweise war wenigstens der Misthaufen in der Nähe sonst hätte sie unseren Wagen auch noch zur Müllabfuhr erklärt. Und die Hobbygärtnerin rodete und rodete und kam am Abend glücklich, verschwitzt und total eingesaut nach Hause.

Nach dem Roden kam dann das Kreative, wie sie es nannte. Die Gartenarchitektur. Voller Freude und Hingabe entwarf sie die Beete und bestimmte, was wann wo eingelocht werden sollte. Pflanzen nennt man das. Es heißt in der Schweiz bei den Bauern ja auch nicht Garten sondern Pflanzplätz. Dann kaufte sie ein und steigerte so das Vermögen des Pflanzen- und Samenlieferanten.

Kartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie, Auberginen, Lauch, Mais und dazu noch ein Dutzend Himbeerstöcke. Und natürlich mussten auch noch jede Menge Blumen rein, weil das so schön ist. Dabei hatte es in jedem Ecken einen Riesenhaufen verwilderte Pfingstrosen. Das hätte doch eigentlich reichen müssen.

Nun, dem lieben Frieden zuliebe, hielt ich brav die Klappe. Hauptsache, sie lässt mich damit in Ruhe. Wenn ich gärtnern wollte, dann hätte ich Gärtner gelernt. Habe ich aber nicht. Mich graut noch, wenn ich nur daran denke, wie wir als Kinder beim Kartoffelausgraben helfen mussten. Mit bloßen Händen, pfui Teufel.

Dann kam sie mit zwei kleinen Problemchen anmarschiert. Ganz lieb erklärte sie mir, dass erstens eine Lösung in Sachen Bewässerung her musste und zweitens sei da noch die Sache mit den vielen Schnecken. Sie klagte, dass die Schnecken das Grün schneller wegfressen als dieses wachse. Und es hätte so viele. Kaum zu glauben, aber ich Depp hörte zu, ging mit und schaute mir die Sache an.

„Also das mit der Bewässerung ist keine große Sache“, hörte ich mich sagen. „Da nehmen wir einfach einen überzähligen Schlauch von zuhause und montieren den hier“. WIR. (!!!). Aber als wäre das nicht genug der bodenlosen Dämlichkeit, setzte ich noch einen drauf. „Die Schnecken kriegen WIR auch in den Griff. Da gibt es schließlich Schneckenkörner.“ Und kriegte zu hören: „Nein, neiin, neiiiin, das ist grauslig, die armen Tiere und giftig ist es auch noch.“

Dann verbrachte ich fast einen halben Tag im Internet in Sachen Schneckenbekämpfung. Ich kenne jetzt zwar jede Menge Möglichkeiten wie man diesen wählerischen Grünfressern zu Leibe rücken kann. Aber so richtig toll ist keine. Weil die Schnecken zwar die Zwiebeln und den Knoblauch in Ruhe lassen, aber erbarmungslos hinter alles andere gehen, kommt der Moment des Nachpflanzens. Und damit auch der Moment der Schneckenkörner. Bei den Blumen wird das normale Korn genommen und bei dem Gemüse ein neues, vollkommen ungiftiges Mittel.

Ehe ich merke, wie mir geschieht, habe ich nicht nur einen Finger in der Kreissäge sondern gleich die ganze Hand. Verschwitzt und dreckig aber gut gelaunt helfe ich beim Wässern, beim Setzen und beim Schneckenkrieg.

Hin und wieder zeigen zwei schöne dreifarbige Brokarkatzen ihren Kopf. Eine ist sehr scheu und kommuniziert per Abstand und die andere ist das pure Gegenteil. Sie lässt sich gerne streicheln, wird dann plötzlich narrisch und fährt die Krallen aus.

Und die Kühe auf der Weide schauen zu. Es ist unglaublich wie die Viecher neugierig sind. Es sind wunderschöne, braune Kühe mit sanften Augen. Bis auf eine. Eine richtig mächtige Trullala mit einem weißen Tupfer auf dem Kopf. Die hat einen ziemlich wilden Blick. Und egal, wie weit die Kühe sich auf der Weide draußen befinden, kaum sind wir da, kommen sie und gucken mit ihren dunklen Glubschern.

Vor ein paar Tagen, ich spritzte gerade mit dem Schlauch, kamen zwei der Kühe ganz nahe an den Zaun. Sie schauten mich unverwandt an. Beide direkt mir in die Augen. Ich staunte. Und sie guckten eigentlich gar nicht dumm. Kaum war ich fertig und lege den Schlauch weg, marschieren sie schnurstracks zur Badewanne. Das ist der provisorische Wasserspeicher. Und dann hielten sie ihren Kopf rein. Ganz tief, so dass man die Köpfe nicht mehr sah.

Mir schwante etwas. Also den eigenen Kopf und die Schulter runter, damit ich den Elektrozaun nicht streife und hin zur Badewanne. Die beiden Kühe nehmen den Kopf raus und ich sehe: Die Wanne ist nicht voll sondern leer. Trocken. Beim zurückgehen stolpere ich über ein Kabel das am Boden liegt und fange mir einen kräftigen Stromschlag ein. So ein Mist. Außerdem hat sich das Kabel vom Zaun gelöst. Während ich es wieder befestige, werden die beiden Tiere ungeduldig und fangen an die Wanne zu malträtieren.

Rasch wechsle ich die Wasserleitung und fülle die Badewanne. Und nun kommt eine nach der anderen und säuft. Innert Kürze ist die Hälfte weg. Irgendwie gehen mir so Gedanken durch den Kopf: Neugierig sind sie, außerdem sind sie in der Lage, dir was zu zeigen und wenn du nicht sofort spurst, werden sie ungeduldig. Fast wie wir, nur anders. Andere Leut. Und mir wird warm ums Herz.

Immer Tagesaktuell: WAHRHEITEN.ORG
Nichts glauben – selbst prüfen!

01. Juli 2010

Gute und böse Bauern

01. Juli 2010

Sonntags-Heu

Als Kind hatte ich das “Riesenglück”, in einer Konfessionsschule unterrichtet zu werden. Man nannte das damals “Bekenntnisschulen”. Die katholischen oder evangelischen Eltern bekannten sich zu ihrem jeweiligen Glauben und steckten ihre Kinder in solche Lehranstalten auf daß die Kinder auch richtig religiös erzogen würden.

Das bedeutete natürlich auch, dass nicht nur die Schulen ganz besonders fromm waren sondern insbesondere auch die Lehrer. Natürlich war dann vieles religiös eingefärbt. Und die Lehrer erzählten viele fromme Geschichten. Eine davon ist mir damals schon schwer verlogen vorgekommen. Deshalb ist mir diese Story auch so lange in Erinnerung geblieben:

Es ging um die Heiligkeit des Sonntags und um die an diesem Tag heuenden, bösen Bauern auf deren Tun kein Segen läge.

Damit wir Kinder das begreifen, erklärte uns der Lehrer den Unterschied zwischen guten Bauern und bösen Bauern. Das ging ungefähr so: Der gute, fromme Bauer heiligt den Sonntag. Das heißt, er arbeitet nicht auf dem Feld sondern liest vor dem Frühstück (Z’Morge) in der Bibel und geht nach dem Z’Morge zur Predigt in die Kirche. Denn schon in der Bibel steht “Du sollst den Sonntag (Sabbat) heiligen”.

Als frommer Bauer wird er keinesfalls, egal wie  schön das Wetter ist, sein Heu einbringen. Auch dann nicht, wenn er weiß, dass das zuvor gemähte Heu jetzt trocken wäre und dass es in der kommenden Woche tagelang regnen würde. Und dass dieser Regen das Heu auslaugt und den Nährwert drastisch vermindert. Der fromme Bauer weiß das zwar, aber er vertraut auf Gott, die Kirche und dass ein Wunder geschähe.

Der böse, unfromme Bauer hingegen, der es mehr mit der Natur und weniger mit der Religion hat, nimmt die Regenmeldung zum Anlass, auf den lästigen Kirchgang zu verzichten und stattdessen das getrocknete Heu zu ernten, bevor die Nahrungsqualität vom Regen versaut wird. Und dann schaut er zu, wie dem frommen nachbarlichen Kirchgänger das Heu verschifft. Und wie der Nachbar dann, als es endlich nicht mehr regnet, das fast verdorbene Heu einbringt.

Aber siehe da, erklärte uns der fromme Lehrer, als dann im Winter das Heu an die Kühe verfüttert wurde, da wurden die Kühe des bösen Bauern vom Sonntagsheu krank und wollten keine Milch mehr geben. Er musste den Tierarzt holen, hatte große Kosten und einige Tiere gingen ein.

Aber die Kühe des braven Bauern, der den Sonntag heiligte, die fraßen das vom Regen ausgelaugte Heu und gaben mehr Milch als je zuvor. Die Tiere strotzten vor Gesundheit und es entstanden keine Tierarztkosten weil auf dem minderwertigen Heu Gottes Segen lag.

Als ich mir erlaubte, den Wahrheitsgehalt der Geschichte laut anzuzweifeln, handelte ich mir gleich Prügel ein. Nicht dass dadurch die Geschichte wahrer wurde. Es ging lediglich darum, dass ein Schüler seinem Lehrer nicht widersprechen durfte. Auch nicht dann, wenn der die Wahrheit verdreht.

Ja, das war in der Zeit, als die Lehrer noch prügelten. Aber nicht nur die Lehrer. Auch das andere Bildungspersonal. Der Turnlehrer genau so wie der Religionslehrer.

Während der Klassenlehrer mit dem Rohrstock zugange war, der Turnlehrer gerne mal ein paar Ohrfeigen austeilte, war der Religionslehrer dagegen richtig kreativ. Das war ein junger Vikar, der Pfarrverweser genannt wurde. Der junge Mann war vielleicht sehr fromm aber eine pädagogische Pfeife. Vor dem hatte keiner Respekt und das ließen wir ihn auch merken.

Wenn wir frech wurden, rastete er total aus und schmiss mit seinem Schlüsselbund, manchmal auch mit dem Gesangbuch. Und wenn er uns beschimpfte, erhielten wir neben der Belehrung auch gleich noch eine Dusche ins Gesicht. Glücklicherweise traf er nicht oft, denn wir waren sehr wendig und was die Dusche anbelangte, sorgten wir für Abstand.

Nun könnte man dazu neigen, den Lehrer mit seinen eigenartigen Bauernregeln für einen Einzelfall zu halten. Doch dem war nicht so. Das wurde Lehrplanmäßig durchgezogen. Verschiedenste Leute aus diversen Teilen Deutschlands und der Schweiz haben mir bestätigt, dass ihnen genau solche Geschichten in der Schule erzählt wurden. Und die Lügengeschichten bezogen sich nicht nur auf die Religion sondern sozusagen auf sämtliche Bereiche des Unterrichts.

Alles Deutsche war verderbt und musste umerzogen werden. Schließlich hatten die Deutschen ja den Krieg verloren und 6 Millionen Juden vergast. Die Amis waren die Guten. Die Russen waren die Schlechten. Was schon insoweit stimmte, dass die Amis uns mit dem Amerikahaus beglückten und Care-Pakete schickten, während die Russen permanent unser Leben und unsere Freiheit bedrohten.

Die Hirnwäsche fing damals, direkt nach dem Krieg an und ist mittlerweile so fein justiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung das noch nicht einmal mehr merkt. Im Gegenteil.

Heutzutage ist natürlich einiges ganz anders. Die größeren Kinder glauben den Lehrern schon lange nicht mehr alles. Die Lehrkräfte dürfen auch schon lange nicht mehr prügeln. Im Gegenteil, ein falsches Wort und der Pauker kriegt Zunder. Aber dafür dürfen die Kinder heutzutage die Lehrer ungestraft beschimpfen. Und das tun sie auch. Ausgiebig. Und wenn sich der Lehrer zu viel heraus nimmt, erhält er Besuch von Daddy.

Ja, die Zeiten haben sich geändert. Gewaltig. In den Schulen wird nicht mehr so viel und vor allem anders gelogen. Dafür aber um so mehr in den gleichgeschalteten Medien und in der ebenso gleichgeschalteten Politik. Und das mittlerweile so dreist, dass so langsam auch “Otto Normalverbraucher” merkt, dass da einiges nicht mehr stimmt. Nicht mehr stimmen kann.

Da werden Milliarden ausgegeben um marode Banken zu retten und gleichzeitig wird dem Bürger erzählt, er hätte jahrzehntelang über seine Verhältnisse gelebt. Und um an das Geld zu kommen, das man für die Bankenrettung verbraten hat, werden Sparpakete geschnürt. In Deutschland, in Frankreich, in Italien, in Spanien und England undsoweiterundsofort.

Und das ziemlich genau zur selben Zeit. Europaweit. Und immer nach demselben Strickmuster. Den Kleinen, den Schwachen, den Bedürftigen wird genommen und den Grossen, den Begüterten denen es bestens geht, wird gegeben oder sie werden verschont. Es werden sozusagen im Akkord neue Steuern und Abgaben erfunden. Und immer trifft es die breite Masse.

Die soll, wie früher unter Nero, mit Brot und Spielen bei Laune gehalten werden. Doch das hat schon damals nicht so richtig funktioniert.

Die Spiele nehmen zu, doch Bier und Brot wird weniger und die Wut ist im Anmarsch. Wird Karl-Otto hungrig und durstig, dann wird er gefährlich. Dann beginnt er zu denken und zu hinterfragen. Und vor allem, er glaubt plötzlich nicht mehr alles, was ihm erzählt wird. Er wird wie die großen Kinder. Rebellisch.

Karl-Otto stellt die Frage, warum krieg ich weniger und die anderen mehr? Und wo ist da die Gerechtigkeit.

Vielleicht fragt er sich auch: „Werden wir verwullft, vergauckelt oder einfach nur verschaukelt“.

Zionismus und die Juden

21. Juni 2010

Kein Zionist und auch kein Jude

Sie wissen, wer Michel Friedman ist? Ja, genau, der Typ, der wegen seiner Kokserei und wegen Beischlaf mit drei illegalen ukrainischen Nutten im Hotel abgestraft wurde. Wäre er ein katholischer Würdenträger, wäre er erledigt gewesen. Dasselbe gilt, wäre er ein protestantischer Würdenträger gewesen. Aber da er Jude ist, zahlte er 17000 Euro Strafe und der Fall war erledigt. Zu dem Zeitpunkt, als das passierte, war er ein hoher Würdenträger im Europäischen Jüdischen Kongress und im Zentralrat der deutschen Luden. Sorry, da hab ich mich wohl vertan, muss natürlich Juden heissen.

Würde man Michel Friedman Glauben schenken, dann müsste man, bei den Ämtern die er inne hatte, annehmen, dass er Jude ist. Nur, so stimmt das nicht ganz. Er ist nicht Jude, er tut nur so, er ist Zionist. Und zwar einer von der ganz üblen Sorte. Einer, der schon wieder sein Gift im TiWi verspritzen darf. Und gegen Schröder, Putin, ja sogar gegen das Merkel hetzen darf.

Würde ein deutscher Fernsehmoderator beispielsweise ähnliches über den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu oder gar dessen neu ernannten Vice Lieberman von sich geben, dann würde genau dieser Friedman die ganz grosse Antisemitenkeule rausholen und mit seinen Spiessgesellen in den deutschen Qualitätsmedien diesen Fernsehmoderator fix und fertig machen. Mit Unterstellungen, Halbwahrheiten, Unwahrheiten und Diffamierungen. Der arme Kerl würde hinterher noch nicht mal mehr wissen, wie er heisst. Und seinen Job wäre er natürlich auch los.

Also, ich behaupte noch einmal, dass Michel Friedmann gar kein richtiger Jude ist sondern ein Zionist. Ah, Sie glauben mir nicht. Sie meinen das sei doch wohl ein und dasselbe.

Das Problem für die Deutschen ist, dass wir, seit 1945 über mehrere Generationen hinweg vollkommen gehirngewaschen, fortlaufend mit der Antisemitenkeule geprügelt und mit der übergestülpten “political correctness” meist gar nicht den Unterschied zwischen Juden und Zionisten erkennen sollen und können. Wir sollen uns nur permanent schuldig fühlen. Und natürlich permanent zahlen. Und kostenloses Kriegsmaterial nach Israel liefern. Wir antisemitischen Schweine. Denn wir sind sozusagen umerzogen.

Das ist mir auch so ergangen. Sehr lange sogar. Ich war sozusagen ein in der Wolle gefärbter Amifan und Israelfreund. Bis ich mir das Ganze mal genauer anschaute. Da stellte ich fest, dass die richtigen Juden, die orthodoxen, die frommen Juden einen Riesenunterschied zwischen Juden und Zionisten machen.

Weil man denen aber nicht mit der Antisemitenkeule kommen kann und weil man sie auch nicht in die Naziecke stellen oder als Holocoustleugner verdammen kann, haben sich die Zionisten etwas ganz besonders geiles einfallen lassen: Diese gläubigen Juden werden zu Selbsthassern ernannt. Und bekämpft. Sie glauben mir nicht?

Nun denn, schauen Sie sich das nachfolgende Video an. Da unterhalten sich orthodoxe Rabbis aus verschiedenen Ländern, z.B. USA, England, Deutschland über Zionismus. Unglaublich interessant das Ganze. Die reden recht freimütig und direkt zur Sache. Da laufen ihnen die Augen über. Im ganzen sind es 9 Teile. Der erste ist hier und die restlichen sind dann direkt abrufbar. Schauen Sie sich alle 9 Teile an, Sie werden sich wundern. Und dann eventuell gewisse Dinge unter einem völlig anderen Blickwinkel sehen. Viel Vergnügen. Ach so, das Video heisst “Nie wieder Zionismus”.

Der Ball ist rund und BP lügt

14. Juni 2010
Ende gut – Alles gut?

Ende gut – Alles gut?

Jetzt ist Fussball-WM und alle kennen ja Sepp Herbergers Motto: „Der Ball ist rund“! Mit dieser Philosophie wurden er und seine Spieler und damit Deutschland 1954 Weltmeister. Und auch heute noch gilt: Der Ball ist rund, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche oder dass BP lügt. Nein, BP ist keine Fussballmannschaft. BP ist der Ölkonzern der die gesamte Menschheit belügt. Und zwar nicht nur ein wenig sondern richtig brutal.

Nach dem Unfall am 20. April (so es denn einer war) erklärte BP, dass pro Tag maximal 1000 Barrel Öl ins Meer fliessen würden. Das wären 159′000 Liter Öl. Später mussten die Leute von BP korrigieren. Sie gaben nun an, es wären 5000 Barrel, das wären dann 795′000 Liter Öl. Pro Tag.

Als dann eine Expertengruppe der US-Regierung eingesetzt wurde, schnellten die Schätzungen sehr rasch sehr hoch. Heute fliessen, nach realen Schätzungen 40′000 minus 15′000 die abgesaugt werden, also täglich 25′000 Barrel Öl ins Meer. Das sind dann 3 975 000 Liter Öl pro Tag, 165′625 Liter pro Stunde oder 2760 Liter pro Minute. Und das soll, bis in den August hinein, munter so weiter gehen. Genau so munter wie BP weiter lügt, trickst und auch nicht vor illegalen Methoden zurückschreckt.

Um das jetzt mal etwas bildhafter zu machen schauen wir uns, schliesslich ist ja Fussball-WM, das Spiel der Deutschen gegen Australien an. Keine Bange, nur ganz kurze Ausschnitte.

Anpfiff! Anstatt wie erwartet, einen Superbeton anzurühren und auf Konter zu lauern, legen die Australier los wie der Teufel. Die frechen Kerle haben überhaupt keinen Respekt vor den Deutschen, und kommen schon in der 1. Minute zum Schuss den Neuer hält.

Tja, der Ball ist rund und BP lügt und seit Spielbeginn sind schon 2760 Liter ins Meer geflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen. Das wären doch immerhin 920 Halbliter-Sixpacks gewesen. Aufs Jahr verteilt jeden Tag zweieinhalb Sixpacks.

Unbeeindruckt machen die Aussis weiter und haben in der 4. Minute eine Riesenchance. Neuer und der gar nicht so lahme Lahm klären auf der Linie.

Tja, der Ball ist rund und BP lügt und seit Spielbeginn sind 11040 Liter ins Meer geflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen. Das wären doch immerhin 3680 Halbliter-Sixpacks gewesen.

In der 7. Minute erkämpft Klose sich den Ball , marschiert Richtung Sechzehner, scheitert an Schwarzer und den Nachschuss jagt Özil übers Tor.

Tja, der Ball ist rund und BP lügt und seit Spielbeginn sind 19320 Liter ins Meer geflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen. Das wären doch immerhin 6440 Halbliter-Sixpacks gewesen.

In der 8. Minute wird Müller angespielt, legt klug zurück auf Podolski und der nagelt das Leder aus zwölf Metern wuchtig unter die Latte. Tor. Tor. Tor!

Tja, der Ball ist rund und BP lügt. Es sind schon wieder 2760 Liter Öl dazugekommen. Das heisst, seit Spielbeginn sind 22080 Liter ins Meer geflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen für die es 7360 Halbliter-Sixpacks gewesen wären. Aber BP lügt nicht nur, BP behindert auch Journalisten und Aktivisten die sich ein Bild vom Ausmass der Katastrophe machen wollen.

In der 12. Minute fasst Özil für seine Schwalbe eine Gelbe Karte. Der Schieri pfeift entschlossen, korrekt und gnadenlos neutral. Die Deutschen spielen immer besser und machen das Spiel ab Mitte Feld äusserst schnell. So schnell, dass die Aussis Mühe haben, im Spiel zu bleiben.

In der 23. Minute flankt Müller flach in die Mitte aber Podolski kommt einen Tick zu spät. Und in der 24. Minute drischt Klose aus bester Distanz über das Tor. In der 25. Minute kriegt Moore wegen Meckern die Gelbe. Und in der 27. Minute schlägt Lahm eine wunderschöne Flanke aus dem rechten Halbfeld die für Klose wie massgeschneidert ist. Klose gewinnt den Luftkampf gegen Neill und den herausstürzenden Schwarzer und trifft mit dem Kopf ins rechte Eck. Toor. Toor. Toor!!

Tja, der Ball ist rund und BP lügt. Seit dem letzten Tor sind schon wieder 52440 Liter Öl dazugekommen. Das heisst, seit Spielbeginn sind 74520 Liter ins Meer geflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen für die es 24840 Halbliter-Sixpacks gewesen wären. Für jeden Besucher im Stadion ungefähr ein Sixpack.

Aber BP lügt nicht nur, BP droht Journalisten und Aktivisten die sich ein Bild vom Ausmass der Katastrophe machen wollen. Wer sich zu sehr nähert um Bilder zu machen, dem wird von BP und der Küstenwache mit Verhaftung gedroht.

Das Spiel der Deutschen wird noch besser und noch torgefährlicher. Die Frage ist eigentlich, ist diese junge Mannschaft so gut oder sind die Aussis so schwach. Wie auch immer, es ist schön anzusehen wie die Jungs die Aussis aufmischen. Chipperfield kann ungehindert in den deutschen Strafraum flanken aber keiner seiner Mitspieler kann die Hereingabe verwerten. Müller spielt herausragend, versetzt gleich zwei Gegenspieler und holt eine Ecke heraus.

Lahm läuft sich im Strafraum frei, wird exzellent bedient kann allerdings nicht viel aus der Situation machen. In der 40. Minute passt Podolski genau in den Lauf von Özil, der, von Schwarzer irritiert, den Ball verliert. In der 44. Minute pflückt Neuer eine Culina-Flanke locker aus der Luft und zur Halbzeitpause, nach 45 Minuten, führen die Deutschen 2:0.

Tja, der Ball ist rund und BP lügt. Seit Spielbeginn sind 124200 Liter ins Meer geflossen. In der Pause kommen noch einmal 41400 Liter dazu. Das macht dann 165600 Liter. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen für die es 55200 Halbliter-Sixpacks gewesen wären.

Gleich nach der Pause fasst Neil eine Gelbe Karte weil er Klose das Knie in den Rücken rammt. Das Spiel ist jetzt etwas ausgeglichener aber die Deutschen sind immer noch die klar bessere Mannschaft. In der 56. Minute trifft der Schieri eine etwas strenge Entscheidung und bestraft das harte Einsteigen von Cahill mit rot. In der 59. Minute probiert Özil einen Weitschuss. Aber der Keeper der Aussies hält.

Klose tankt sich in der 60. Minute durch den Strafraum, scheitert aber am gut reagierenden Schwarzer. In der 68. Minute kommt Müller im Sechzehner ans Leder, versetzt Chipperfield und überwindet Schwarzer mit einem präzisen Schuss an den linken Innenpfosten. Tor. Toor. Tooor!!! Was für ein Fussballfest.

In der  68. Minute kommt Cacau für Klose der sehr gut gespielt hat. Badstuber bedient Özil auf der linken Seite. Der passt anschliessend in die Mitte zu Cacau der aus zehn Metern locker einschiebt. Toor. Tooor. Toooor!!!!

Langsam geht es etwas ruhiger zur Sache. Die Aussies machen auf Schadenbegrenzung und die Deutschen nehmen es jetzt ziemlich locker. Kein Kampf, kein Krampf, einfach ein schönes Spiel. Nach 92 Minuten wird abgepfiffen.

4:0 für Deutschland. Welch ein gelungener Auftakt zur WM. Deutschland rockt. Der Ball ist rund und BP lügt munter weiter. In den 92 Minuten sind 253920 Liter ausgeflossen. Öl, nicht Bier. Ins Meer und nicht in die durstigen Fussballfankehlen für die es 84640 Halbliter-Sixpacks gewesen wären.

BP behindert, unter gütiger Mithilfe der US-Küstenwache, weiterhin ALLE, die Licht ins Öldunkel bringen wollen. Jeder der meint, er müsse zu nahe rangehen wird mit Verhaftung bedroht. Aber sie können nicht alle fassen. Es sind zu viele. Und darum, nur weil es so viele sind, gibt es Bilder und Videos. Die Sauerei soll noch bis August dauern. Der Golfstrom wird dafür sorgen, dass auch wir Europäer was abkriegen. Wie sich die Katastrophe für die Pflanzen- und Tierwelt im Meer auswirkt, lässt sich noch gar nicht abschätzen. Aber es wird schlimm, sehr, sehr, sehr schlimm. Und BP lügt munter weiter. Und zwar nicht nur ein wenig sondern richtig brutal.

Vom Sparpaket zum Stehlpaket

09. Juni 2010

Reichts bald nur für Currywurst

Wie war das eigentlich noch mit dem Sparen. Das ging doch in etwa so: Als Kind hatten wir ein Sparschwein. Da war obendrauf ein Schlitz. Und immer, wenn wir von Tanten, Onkeln und anderen lieben Menschen einen Groschen oder so bekamen, musste der in den Schlitz geworfen werden. Sehr zu unserem Leidwesen. Wir hätten doch sooo gerne lieber ein Eis gekauft. Oder Bonbons. Oder Kaugummi. Oder was auch immer. Egal was, aber auf jeden Fall wollten wir das Geld nicht in die Pinkepinkeversenkungsmaschine reinwerfen.

Die lieben Eltern nannten diese perverse, bestialische Angelegenheit Sparen.

Gepasst hat es uns zwar nicht, aber seitdem wissen wir, sparen hat etwas mit Geld auf die Seite legen zu tun. Und nicht mit Geld wegnehmen. Aber da komme ich später noch drauf. Wenn das Sparschwein ein gewisses Gewicht hatte, wurde der Inhalt jedoch nicht, wie es korrekterweise hätte sein müssen, uns ausgehändigt sondern für das Sparbüchlein zur Bank getragen.

Das Zwangssparen wurde, wenn die Eltern abwesend waren, insoweit entschärft, dass wir zwei kleine Blechlein zu einem Rechteck bogen, in die Schlitze reinsteckten und das Schwein dann umdrehten. Dann ganz sachte geschüttelt und schon kam die Penunze heraus. Für uns war das ganz klar ein Akt der Notwehr. Dummerweise sahen Mama und Papa das völlig anders. Vor allem Papa. Der prägte nämlich das elfte Gebot und das lautete: „Du sollst dich nicht erwischen lassen!“

Und wenn er einen beim „Sparschwein entfetten“ erwischte, dann gab es furchtbar was mit der Keule. Und weil wir das haargenau wussten, hielten wir uns strikt an das 11. Gebot. Um so den Schaden für unseren Hosenboden in Grenzen zu halten.

Also, halten wir doch noch mal fest: Beim Sparen wird eindeutig Geld auf die Seite gelegt. Damit sich die Summe mit der Zeit vermehrt. Daher auch der Ausdruck „sich etwas ansparen“.

Neuerdings jedoch hat sich offenbar die deutsche Sprache grundlegend und entscheidend geändert. Zumindest was die deutsche Bundes-Regierung anbelangt. Denn die, genauer gesagt, das Merkel, die wandelnde Knopfleiste und Schwesterwelle, die fliegende Schwuchtel haben am Wochenende ein Sparpaket geschnürt. Natürlich haben da noch ein paar andere mitgeholfen. Aber die beiden haben es dann im TiWi vorgetragen. Aber das Sparpaket ist gar kein Sparpaket, es ist, genau gesagt, ein ausgefinkeltes Stehlpaket.

Und bestohlen wird nicht etwa der Club der Millionäre. Oder die Vereinigung der aalglatten Bankster und Boniempfänger. Oder gar Währungs-Spekulanten, die ganze Länder ins Elend reissen. Nein, die werden nicht zur Kasse gebeten. Die doch nicht. Wo kämen wir da hin. Die wehren sich doch. Die können jede Menge Anwälte finanzieren. Oder auch mal ein kleineres Attentat. Oder sonst was kreatives.

Nein! Bestohlen werden, sofern die Scheinheiligen Schwindlerinnen und Schwindler damit durchkommen, Otto Normalverbraucher, die Arbeitslosen, die Langzeitarbeitslosen und die Hartz-4-Empfänger.

Nebst einigen anderen Punkten umfasst das Spar-Stehlpaket nämlich eine Kürzung der Zuschüsse für Arbeitslose, den Hartz-Vierern wird das Elterngeld gestrichen und die Rentenversicherungsbeiträge für Langzeitarbeitslose entfallen. Das hat mit Sparen gar nichts und mit Stehlen sehr viel zu tun.

Und dann guckt die schwuchtelnde Welle treuherzig ins TiWi und schmalzt mit getragener Stimme: „Es wird das nicht erhöht und es wird jenes nicht erhöht und es werden keine Steuern erhöht.“ Schon gar nicht bei denen die es hätten. Bei seiner Klientel nämlich, den Besser- und den Grossverdienern.

Und darum hier noch einmal im Klartext: Sparen hat etwas mit Geld auf die Seite legen zu tun. Und nicht mit Geld wegnehmen. Geld wegnehmen ist Stehlen.

Zuerst war das Lügenwort „Griechenlandhilfe“. Milliarden zur Rettung von Banken und Hedgefonds werden kübelweise zum Fenster rausgeworfen. Und dann soll genau die gleiche Summe den Schwächeren des eigenen Volkes wieder abgenommen werden.

Bei denen, die sich anscheinend nicht wehren können. Was aber, wenn die sich plötzlich doch wehren? Nicht mit Anwälten die sie sich nicht leisten können. Sondern wenn die plötzlich auf die Strasse gehen und Randale machen? Und brüllen: „Wir sind auch das Volk“ und mit Steinen werfen?

Dann wird scharf geschossen. Das ist jetzt nämlich erlaubt. Weil es nicht mehr Randale heisst sondern Aufruhr und Aufstand. Und bei Aufruhr und Aufstand darf jetzt getötet werden. Das steht so im Lissabonvertrag.

Die Revolution frisst nicht ihre Kinder sondern die Regierung ihre Armen.

Dass jetzt auch noch die gut verdienenden Bundesbeamten, „damit sie bei der Stange bleiben“, statt Kürzung eine extra Zulage erhalten, passt gut ins Bild und ist fast schon logisch. Armes Deutschland.